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Wie richte ich Google Shopping ein?

Autor

PPC-Spezialisten Imaris

Veröffentlichungsdatum

26.09.2024

Lesezeit

10 Minuten

Ebene

Basic

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Wenn ein Nutzer eine Suchanfrage bei Google eingibt, liefert die Suchmaschine eine Liste relevanter Links zu Seiten mit den benötigten Informationen. In den meisten Fällen bestehen diese Informationen jedoch nur aus einem Titel und einer kurzen Beschreibung, was, wie Sie sicher zustimmen werden, nicht sehr informativ ist. Mit Google Shopping hingegen können Sie in den Suchergebnissen neben Textbeschreibungen auch Fotos mit zusätzlichen Informationen anzeigen. 

So können Nutzer Ihre Produktauswahl inklusive Fotos und Preisen schon vor dem Besuch Ihrer Website einsehen. Das erleichtert ihnen die Auswahl des gewünschten Artikels und die Bestellung. Dadurch können Sie wiederum Ihren Umsatz und Gewinn steigern. Wir erklären Ihnen gerne, was Google Shopping ist und wie Sie es richtig einrichten.

Was ist Google Shopping?

Google Shopping (GS) — ist eine Art von Werbekampagne, die es Werbetreibenden ermöglicht, ihre Produkte auf der Grundlage der Anfrage eines Nutzers in den Google-Suchergebnissen anzuzeigen.

Es sieht folgendermaßen aus:

  • Produkte von Google Shopping werden ganz oben in den Suchergebnissen angezeigt, zusammen mit Fotos, Preisen, Bewertungen und dem Namen des Shops.
  • Unterhalb der Google Shopping-Ergebnisse befinden sich Werbelinks.
  • Noch weiter unten rangieren die organischen Suchergebnisse.

Google Search ermöglicht es Ihnen somit, nicht nur in den organischen Suchergebnissen, sondern auch in der kontextbezogenen Werbung von Google besser platziert zu werden. Und das ist ein wirklich bedeutender Vorteil. 

Der Nutzer kann außerdem im Suchfenster auf die Registerkarte «Shopping» wechseln, um weitere Produktreihen anzuzeigen, Produkte nach verschiedenen Spezifikationen zu filtern und sie miteinander zu vergleichen.

Wie funktioniert Google Shopping?

Wenn wir das Funktionsprinzip von GS sehr kurz beschreiben wollten, ließe es sich auf sechs Komponenten reduzieren:

  1. Online-Shops laden ihre Produktkataloge über das Merchant Center auf die Plattform hoch, und Google indexiert diese Daten anschließend, um sie informativ, aber prägnant in den Suchergebnissen anzuzeigen.
  2. Nutzer geben Suchanfragen in die Google-Suche oder direkt auf der Google Shopping-Plattform ein, und der Dienst zeigt die relevantesten Produkte aus verschiedenen Online-Shops an.
  3. Nutzer können die Ergebnisse auch nach verschiedenen Parametern filtern, wie z. B. Preis, Marke, Bewertung und mehr. Sie können außerdem die Preise für dasselbe Produkt in verschiedenen Online-Shops vergleichen.
  4. Käufer können Rezensionen und Bewertungen anderer Mitglieder einsehen, was ihnen hilft, die endgültige Entscheidung zu treffen und die richtige Wahl zu treffen.
  5. Online-Shop-Betreiber können zusätzliche bezahlte Werbekampagnen erstellen, um die Sichtbarkeit ihrer Produkte in der Google-Suche zu verbessern. Diese Angebote erscheinen dann ganz oben in den Suchergebnissen.
  6. Nach Auswahl eines Produkts wird der Nutzer zur Website des Verkäufers weitergeleitet, um den Kauf abzuschließen.

Auf diese Weise hilft Google Shopping den Kunden, Produkte zu finden, die für sie relevant sind, und Unternehmen können ihre Produkte in der Google-Suche effektiver bewerben und vermarkten.

Vor- und Nachteile von Google Shopping

Es gibt keine perfekte Werbeplattform, und Google Shopping bildet da keine Ausnahme. Sie hat sowohl klare Vorteile als auch offensichtliche Nachteile, die wir besprechen sollten.

Vorteile von Google Shopping

Zu den Hauptstärken des Angebots gehören folgende: 

  • Weitreichende Berichterstattung. Als Verkäufer erhalten Sie Zugang zu einem großen Publikum von Google-Nutzern und können sowohl im Inland als auch international effektiver neue Kunden gewinnen.
  • Erhöhte Sichtbarkeit. Mit Google Search Console können Sie die Sichtbarkeit Ihrer Produkte in den Suchergebnissen erhöhen und sogar ganz oben in der Liste erscheinen.
  • Komfortable Benutzeroberfläche für das Produktmanagement. Merchant Center vereinfacht das Hinzufügen neuer Produkte und die Katalogverwaltung. Integrierte Analysetools ermöglichen die kontinuierliche Überwachung der Kampagnenleistung.

Zu den weiteren Vorteilen gehören umfangreiche Optionen für die Einrichtung zielgerichteter Werbung und die Integration mit anderen Google-Tools, insbesondere Google Analytics.

Nachteile von Google Shopping

Wenn wir über Nachteile sprechen, dann hat GS auch welche:

  • Hoher Wettbewerb. Wenn Sie gefragte Produkte anbieten, müssen Sie mit einem sehr hohen Wettbewerb um einen Platz in den Suchergebnissen rechnen.
  • Werbekosten. Bezahlte Werbekampagnen können recht teuer sein. Für kleine Unternehmen sind die Kosten manchmal nicht zu rechtfertigen.
  • Es gab einige Schwierigkeiten bei der Einrichtung. Eine präzise und akkurate Anpassung des Produktfeeds in Google Shopping erfordert spezifische Kenntnisse und Fähigkeiten. Die regelmäßige Überwachung und Optimierung der Anzeigen ist ebenfalls unerlässlich, um mit dem gleichen Budget optimale Ergebnisse zu erzielen.

In vielen Fällen sind diese Einschränkungen für Unternehmen nicht kritisch. Sie sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, wenn Sie Google Shopping als zusätzliches Werbe- und Vertriebsinstrument nutzen möchten.

Website-Anforderungen für die Google Shopping-Integration

Eine vollständige Liste der Regeln für die Nutzung der Merchant Center- und Google Shopping-Funktionen finden Sie in Google-Hilfe. Hier finden Sie alle benötigten Informationen. Wir konzentrieren uns auf einige der wichtigsten Anforderungen:

  1. Sie dürfen nur Produkte bewerben, die Sie tatsächlich verkaufen.
  2. Produktinformationen dürfen nur in unterstützten Sprachen veröffentlicht werden. Die Beschreibungssprache muss mit der Sprache der Zielseite übereinstimmen. Beiträge in mehreren Sprachen sind zulässig, achten Sie jedoch darauf, dass diese mit der Sprache der Zielseite übereinstimmen.
  3. Informationen zu Rückgabe- und Erstattungsbedingungen müssen hinzugefügt werden.
  4. Bei der Erfassung und Speicherung von Daten muss die Sicherheit gewährleistet sein. Sensible Informationen dürfen nur auf SSL-verschlüsselten Seiten erfasst und ohne die Zustimmung des Kunden in keiner Weise verwendet werden.
  5. Um Google Shopping nutzen zu können, müssen Sie die Inhaberschaft Ihrer Website bestätigen, indem Sie diese in der Search Console beanspruchen.

Es gibt außerdem zusätzliche Anforderungen an Webseiten:

  • Richtigkeit der Kontaktinformationen;
  • Sicherheit des Kaufprozesses;
  • Angabe der verfügbaren Zahlungsmethoden;
  • ein transparenter und voll funktionsfähiger Kaufprozess.

Google empfiehlt außerdem, sich mindestens einmal alle 14 Monate in Ihr Merchant Center-Konto einzuloggen. Andernfalls betrachtet die Plattform Ihre Produktinformationen als veraltet.

Google Shopping einrichten

Die Ersteinrichtung kann für Anfänger etwas knifflig sein. Mit etwas Übung, idealerweise unter Anleitung eines erfahrenen Spezialisten, können Sie die Einrichtung jedoch problemlos selbst vornehmen. Alternativ können Sie diese Aufgabe auch an einen externen Dienstleister delegieren. Wir erklären Ihnen die Grundlagen der Selbsteinrichtung.

Erstellen einer Google Shopping-Anzeigenkampagne

Um Ihre erste Werbekampagne zu erstellen, müssen Sie mehrere obligatorische Schritte durchführen:

  1. Erstellen Sie ein Merchant Center-Profil, falls Sie noch keines besitzen.
  2. Erstellen Sie ein Profil in Google Ads und verknüpfen Sie beide Konten (mehr dazu später).
  3. Laden Sie Ihren Produktfeed in Merchant Center hoch und richten Sie eine neue Anzeigenkampagne in Google Ads ein, indem Sie Name, Budget und Gebot angeben.
  4. Erstellen Sie Anzeigengruppen und wählen Sie für jede einzelne Gruppe Produkte aus.
  5. Zielgruppenansprache und Anzeigenauslieferungsplan einrichten.
  6. Starten Sie eine Kampagne, überwachen Sie die Ergebnisse und optimieren Sie diese für eine bessere Performance.

Darüber hinaus können Sie Remarketing einrichten und intelligente Kampagnen in Google Shopping nutzen. Dies hilft, viele Einstellungen zu automatisieren und Ihren Aufwand bei der Einrichtung zu reduzieren. 

Verknüpfung von Google Ads und Merchant Center

Google Shopping unterstützt eine Vielzahl von Integrationen mit anderen Google-Diensten. Die wichtigste Integration für den Anfang ist jedoch die zwischen Google Ads und Merchant Center.

Die einfachste Möglichkeit, eine solche Verbindung herzustellen, ist folgende:

  1. Melden Sie sich in Ihrem Merchant Center-Profil an und klicken Sie auf das Zahnradsymbol (Einstellungen).
  2. Gehen Sie zu «Verknüpfte Konten».
  3. Klicken Sie auf «Google Ads-Konto verknüpfen».
  4. Klicken Sie auf «Konto erstellen» (falls Sie noch keines haben) und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.

Wenn Sie bereits ein Google Ads-Konto besitzen, können Sie es auch in Ihrem Merchant Center-Profil verknüpfen. Dazu benötigen Sie eine eindeutige Client-ID, die auf allen Google Ads-Seiten angezeigt wird. Wählen Sie anschließend in den Einstellungen unter «Verknüpfte Konten» Google Ads aus, geben Sie Ihre ID ein und senden Sie die Verknüpfungsanfrage ab. Danach müssen Sie nur noch die neue Verknüpfung in Ihrem Google Ads-Konto bestätigen. 

Weitere Informationen zur Kontoverknüpfung finden Sie unter Hilfe im Händlerzentrum.

Erstellen und Hochladen eines Produktfeeds

Der Hauptproduktfeed ist die primäre Datenquelle zu Ihren Produkten. Um einen solchen Feed zu erstellen, müssen Sie Folgendes tun:

  1. Sammeln Sie Informationen über Produkte: Namen, Beschreibungen, Preise, Bilder, Kategorien, Kennungen usw.
  2. Wählen Sie das Feed-Format: TXT, CSV oder XML.
  3. Erstellen Sie eine Feed-Datei und stellen Sie sicher, dass jede Zeile darin ein Produkt und die Spalten die Produktattribute repräsentieren.
  4. Füllen Sie die Feed-Datei mit den erforderlichen Attributen: id, title, description, link, image_link, price, availability.
  5. Ergänzen Sie die folgenden Attribute, um die Sichtbarkeit zu verbessern: Marke, GTIN, MPN, Zustand.
  6. Prüfen Sie Ihre Feed-Datei auf Fehler und stellen Sie sicher, dass alle Daten korrekt sind und den Anforderungen von Google entsprechen.
  7. Laden Sie Ihre Feed-Datei in Merchant Center hoch.

Um die generierte Feed-Datei hochzuladen, müssen Sie sich in Ihrem Merchant Center-Konto anmelden, zum Bereich «Produkte und Feeds» gehen, auf «Feed hinzufügen» klicken, die vorbereitete Datei hochladen und den weiteren Anweisungen folgen. 

Erstellen und Hochladen eines Datenfeeds (Erforderliche Attribute)

Ein Datenfeed ist eine Datei, die detaillierte Informationen über Ihre Produkte anhand spezifischer Attribute enthält. Die Datei selbst kann in einem der folgenden Formate vorliegen:

  • TXT — ein normales Textdokument.
  • XML — ein Textdokument im .xml-Format. 
  • GZ — Gnu zip komprimiertes Textformat.
  • REISSVERSCHLUSS — komprimiertes Textformat Zip.
  • BZ2 — Bzip2-komprimiertes Textformat.

Grundsätzlich können Sie jedes der aufgeführten Formate verwenden. Viel wichtiger ist es jedoch, die erforderlichen Datenfeed-Attribute korrekt anzugeben:

  • Titel — ein kurzer, aber aussagekräftiger Produkttitel. Er sollte das Produkt klar beschreiben und Schlüsselwörter enthalten, die Nutzer bei der Suche danach verwenden könnten. Zum Beispiel: «Apple iPhone 15, 128 GB, Schwarz».
  • Beschreibung — eine detaillierte Produktbeschreibung mit den wichtigsten Spezifikationen, Vorteilen und Funktionen. Die Beschreibung hilft Nutzern, das Produkt besser zu verstehen. Zum Beispiel: «Ein Smartphone mit 128 GB Speicher, ausgestattet mit einem leistungsstarken Apple A16 Prozessor und einer 48-Megapixel-Kamera der nächsten Generation für atemberaubende Fotos.».
  • Google-Produktkategorie — die Produktkategorie gemäß Googles Klassifizierung. Dieses Attribut hilft Google, die korrekte Kategorie Ihres Produkts zu bestimmen. Hierfür wird Googles offizielle Kategorietaxonomie verwendet. Zum Beispiel: «Elektronik > Kommunikation > Telefonie > Mobiltelefone».
  • Produkttyp — eine Produktkategorie gemäß der Klassifizierung Ihres Shops. Dies kann eine detailliertere oder spezifischere Kategorie sein, die Ihnen hilft, Ihre Produkte besser zu organisieren und zu verwalten. Zum Beispiel: «Elektronik > Smartphones > Apple».
  • Benutzerdefinierte_Bezeichnung_0–4 — Felder für benutzerdefinierte Labels, mit denen Produkte innerhalb von Werbekampagnen organisiert und gefiltert werden können. Beispielsweise können Sie damit Saisonartikel, Sonderangebote oder Artikel mit hoher Priorität kennzeichnen. Zum Beispiel:
    • Custom_label_0: "Saisonale Angebote"«
    • Benutzerdefiniertes Label 1: "Hohe Priorität"«
    • Custom_label_2: "Neuheiten"«
    • Custom_label_3: "Bestseller"«
    • Custom_label_4: "Läuft bald ab"«
  • Steuer — Informationen zu den für das Produkt geltenden Steuern. Dieses Attribut ist beispielsweise in den USA obligatorisch. Es könnte so aussehen: tax_rate: 7.5% (der Prozentsatz variiert je nach Steuersystem des jeweiligen Landes oder der Region).
  • Versand — Informationen zu Kosten und Lieferbedingungen des Produkts. Mit diesem Attribut können Sie die Lieferkosten, die Lieferzeit und die Regionen festlegen, in die Sie die Bestellung liefern können. Zum Beispiel:
    • Versandkosten: «100 UAH»
    • Versandregion: "Ukraine"«
    • Lieferzeit: "1-3 Werktage".

Datenfeed-Attribute mögen auf den ersten Blick etwas komplex erscheinen. Die Arbeit damit ist aber eigentlich ganz einfach. Mit ein wenig Übung können Sie diese Feeds schnell und präzise erstellen und dabei auch benutzerdefinierte Vorlagen verwenden, um den Prozess zu beschleunigen.

Sobald Ihr Datenfeed bereit ist, gehen Sie einfach zum Merchant Center, öffnen Sie den Bereich «Produkte», dann den Tab «Feeds», klicken Sie auf das Plus-Symbol und laden Sie die Datei hoch. Sollten Sie Probleme beim Vorbereiten oder Hinzufügen Ihres Feeds haben, finden Sie weitere Informationen auf der entsprechenden Seite. Hilfe im Händlerzentrum.

 
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    Daria Babyanskaya,
    Manager der Firma Imaris
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