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Dofollow- und Nofollow-Links: Was ist der Unterschied und wie wirken sie sich auf die Suchmaschinenoptimierung aus?

Autor

SEO-Spezialisten Imaris

Veröffentlichungsdatum

26.08.2025

Lesezeit

10 Minuten

Ebene

Mitte

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Backlinks spielen eine entscheidende Rolle für die Suchmaschinenplatzierung einer Website. Es ist wichtig zu verstehen, dass externe Links zu Webseiten aus SEO-Sicht nicht alle gleichwertig sind. Ihre falsche Verwendung kann der Suchmaschinenoptimierung einer Webseite schaden und entgegen den Erwartungen zu einem schlechteren Suchmaschinenranking führen. In diesem Artikel tauchen wir tiefer in die Welt der Backlinks ein und untersuchen die wichtigsten Unterschiede zwischen den Attributen „nofollow“ und „dofollow“.  

Was sind Dofollow-Links?

Dofollow-Backlinks sind eine Art von Link, der “Wert” zwischen Webseiten überträgt, auch bekannt als Linkkapital. Googles Suchalgorithmen nutzen diesen Parameter, um den PageRank zu erhöhen und somit das Ranking einer Website in den Suchergebnissen zu verbessern. Für Website-Betreiber sind Dofollow-Links besonders wertvoll, da sie sich positiv auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken. Das endgültige Linkkapital wird jedoch von den Suchalgorithmen anhand verschiedener Faktoren bestimmt.

Technisch gesehen sind Dofollow-Links nichts Besonderes und werden standardmäßig verwendet. Das bedeutet, dass ein Webmaster oder SEO-Spezialist keine zusätzlichen Attribute zum Code hinzufügen muss, um einen Link zu einem Dofollow-Link zu machen:

Um die Funktionsweise von Dofollow-Links besser zu verstehen, betrachten wir das Beispiel eines Website-Betreibers, der einen interessanten und hilfreichen Artikel für seine Besucher veröffentlicht. Enthält dieser Artikel Dofollow-Backlinks zu weiterführenden Materialien, darunter seriöse Quellen, Fachartikel zum Thema, Produktrezensionen usw., wertet der Suchmaschinen-Crawler diese Links als klares Signal dafür, dass der Webmaster der verlinkten Ressource vertraut.

Der Einfluss von Dofollow auf das Website-Ranking

Google schätzt seine Nutzer und arbeitet daran, dass die Suchergebnisse ausschließlich hochwertige Inhalte enthalten, die den Nutzern bei ihren Suchanfragen helfen. Sind Nutzer mit den Suchergebnissen zufrieden, kehren sie beim nächsten Mal zurück und nutzen die Dienste des Unternehmens weiterhin.

Ein Dofollow-Link ist eine Möglichkeit für Suchmaschinen, die Qualität der Inhalte einer Seite zu bestimmen. Wenn viele autoritative Websites kontextbezogene Links zu einer bestimmten Ressource erstellen, stuft Google diese als relevant und wertvoll für den Endnutzer ein. So werden die Suchergebnisse und die Position der Website in den Suchergebnissen (SERPs) ermittelt. Für Website-Betreiber ist es daher wichtig, dass möglichst viele autoritative Quellen auf ihre Seite verlinken. Es gibt verschiedene Linkbuilding-Strategien, deren Beschreibung jedoch den Rahmen dieses Artikels sprengen würde.

Was sind Nofollow-Links?

Nofollow-Links sind aufgrund der erforderlichen Codeänderungen etwas komplexer in der Anwendung. Für erfahrene Webmaster und Website-Betreiber stellt dies kein Problem dar, doch unerfahrene Nutzer ohne spezielle technische Kenntnisse übersehen möglicherweise die Möglichkeit, dieses Tool zu nutzen, da das Attribut im Code manuell angepasst werden muss. In der Praxis ist es jedoch ganz einfach. Fügen Sie einfach das Attribut `rel="nofollow"` zum Link-Tag hinzu.

Die Geschichte des Nofollow-Attributs begann 2005. Google-Experten suchten nach einer Möglichkeit, Content-Spam zu bekämpfen. Die Einführung von Nofollow-Links trug dazu bei, Kommentarspam auf damals populären Blogs, Foren und Websites zu reduzieren. Anders ausgedrückt: Dieses Attribut ermöglichte die Verlinkung von Online-Ressourcen, ohne deren PageRank zu erhöhen. Neben der effektiven Spam-Bekämpfung waren Nofollow-Links auch für Content-Ersteller von Vorteil.    

Welchen Zweck hat das nofollow-Attribut?

Lange Zeit galt die Annahme, dass Nofollow-Links praktisch wertlos seien; Suchmaschinen ignorierten sie, und daher hätten sie keinen Einfluss auf das Ranking. Google interpretierte dieses Attribut sogar als direktes Indiz dafür, dass die Webseite keine Autorität an die Zielseite übertragen wollte.

Die Weiterentwicklung des Internets veranlasste die Google-Ingenieure 2019 jedoch dazu, bestimmten „nofollow“-Links ein gewisses Gewicht zu verleihen, abhängig davon, ob sie inhaltlich relevant und organisch platziert sind. Suchmaschinen-Crawler interpretieren dieses Attribut heute nicht mehr als direkten Indikator, sondern eher als Hinweis oder Empfehlung, sodass manche Links potenziell zum PageRank einer Webseite beitragen.

Heutzutage nutzen SEO-Spezialisten und Webmaster das nofollow-Attribut jedoch gezielt, um die Weitergabe von Linkwert einzuschränken. Man denke beispielsweise an die Arbeit von Online-Medien.

Journalisten müssen in ihrer Arbeit häufig auf kleinere, nicht unbedingt vertrauenswürdige Websites und Online-Ressourcen verlinken. Verfasst ein Journalist einen negativen Artikel oder eine Studie für ein großes, renommiertes Online-Medium, die Links zu unseriösen Unternehmen enthält, empfiehlt es sich, das Attribut „nofollow“ hinzuzufügen. Dadurch wird Suchmaschinen signalisiert, dass das große Nachrichtenmedium die verlinkte Ressource nicht befürwortet, sondern lediglich zu Informationszwecken und zur Bestätigung des Inhalts verlinkt.

Verwendung von nofollow für externe Links

Das Attribut „nofollow“ wird am häufigsten für externe Links zu anderen Webseiten verwendet. Die Verwendung solcher Links sollte auf der SEO-Strategie der Webseite basieren. Eine falsche Verwendung von externen „nofollow“-Links kann das Wachstum einer Webseite erheblich behindern und sich negativ auf die Gesamtleistung auswirken. Im Folgenden werden die wichtigsten Anwendungsfälle des „nofollow“-Attributs für ausgehende Links erläutert:

  • Bezahlte Links. Eine Möglichkeit, eine Website zu monetarisieren, besteht darin, Werbung in ihre Inhalte einzubinden. Bezahlte Links werden von Suchmaschinen in der Regel als unnatürlich eingestuft, daher empfiehlt es sich, ihnen das Attribut „nofollow“ hinzuzufügen.;
  • Links zu Webseiten mit geringer Zugriffsfrequenz. Bevor Sie einen Link zu einer Webseite hinzufügen, prüfen Sie, ob dieser für den Endnutzer nützlich ist. Wenn die Zielressource nicht wertvoll ist, empfiehlt es sich, mit dem Attribut „nofollow“ darauf zu verlinken;
  • In Widgets, Tooltips und Werbebannern eingebettete Links.

Die endgültige Entscheidung sollte vom Inhaber der Internetressource getroffen werden, geleitet von einer einfachen Regel: ob die externe Website nützlich ist und ob sie zum Inhalt der Seite passt.

Verwendung von nofollow für interne Links

Interne Verlinkung ist nicht nur für die Verknüpfung von Webseiten unerlässlich, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Ihre Hauptfunktion besteht darin, Nutzern und Suchmaschinen das Auffinden relevanter Inhalte zu erleichtern und so die Nutzererfahrung zu verbessern. Das Attribut „nofollow“ für interne Links kann in folgenden Fällen verwendet werden:

  1. Doppelte Inhalte. Enthält eine Website Seiten mit vollständig identischem oder ähnlichem Inhalt, empfiehlt sich die Verwendung des Attributs „nofollow“, um Suchmaschinen die Identifizierung der wichtigeren Seite zu erleichtern. Besucher können diese Seiten zwar weiterhin über direkte Links erreichen, Suchmaschinen berücksichtigen sie jedoch nicht bei der Bewertung der Suchergebnisse.
  2. Minderwertige Seiten. Schlecht optimierte Seiten oder Seiten mit minderwertigen Inhalten können mithilfe von Nofollow-Links vor Suchmaschinen verborgen werden. Dieses Attribut wird häufig auch für Kontaktseiten oder Datenschutzrichtlinien verwendet, die von Suchmaschinen-Crawlern standardmäßig als minderwertig eingestuft werden. Der Gedanke dahinter ist, dass Besucher, die nach einer Kontaktseite oder Datenschutzrichtlinie suchen, diese selbst finden. Sie könnten beispielsweise die Website besuchen und nach der Seite «Kontaktinformationen» suchen. Da die meisten Nutzer nicht nach «Datenschutzrichtlinie von Marke X» suchen, ist es nicht nötig, dass diese Art von Seite in den Suchergebnissen erscheint.
  3. Anmeldeseite. In diesem Fall ist die Situation ähnlich wie im vorherigen Punkt. Nutzer mit Anmelderechten suchen die gewünschte Anmeldeseite wahrscheinlich nicht über eine Suchmaschine. Daher ist es wenig sinnvoll, eine solche Seite in den Suchergebnissen anzuzeigen.

Bis 2009 ging man davon aus, dass PageRank gleichmäßig auf interne Links verteilt wird und die Verwendung des nofollow-Link-Attributs die Sichtbarkeit anderer verlinkter Seiten verbessert. Dies wurde von Google nie bestätigt. Im Juni 2009 erklärte der Programmierer Matt Cutts, dass PageRank von nofollow-Links nicht berechnet wird und anderen Seiten keinen Vorteil bringt. Hier ist das Diagramm zur PageRank-Verteilung:

Experten raten daher von einem übermäßigen Einsatz interner Nofollow-Links ab. Im besten Fall verschwenden Sie Zeit mit der Bearbeitung der Website-Struktur, anstatt neue, gut rankende Inhalte zu erstellen. Im schlimmsten Fall schaden Sie sogar dem Suchmaschinenranking Ihrer Website.

Wie man herausfindet, welche Art von Link verwendet wird

Am einfachsten lassen sich Linkattribute mit dem integrierten HTML-Analysator Ihres Browsers ermitteln. Je nach Browser können Sie den Quellcode der Webseite auf verschiedene Weise anzeigen. Am häufigsten klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Link und öffnen das Kontextmenü. Wählen Sie dort die Option zum Anzeigen des HTML-Codes. In Chrome heißt diese Option beispielsweise “Quelltext anzeigen”. Anschließend öffnet sich ein Fenster mit dem Link-Quellcode, in dem Sie prüfen können, ob das Attribut rel="nofollow" vorhanden ist.

Neben dem Standard-Webbrowser-Analysetool können Sie spezialisierte Tools verwenden. Dazu gehören beispielsweise Ahrefs, Moz und andere. Eine detaillierte Beschreibung weiterer Analysetools würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Weitere Informationen zu Linkprüfungsmethoden finden Sie in der Benutzerdokumentation des jeweiligen Dienstes. 

Empfehlungen zur Verwendung von Dofollow- und Nofollow-Links

Angesichts all dessen ist die effektivste Linkbuilding-Strategie für Website-Betreiber die kombinierte Verwendung von Nofollow- und Dofollow-Links. Betrachten wir drei Grundregeln, die Ihnen bei der Entwicklung einer effektiven Strategie helfen:

  1. Intelligente Platzierung. Dofollow-Links tragen zwar zur Steigerung der Autorität einer Website bei, doch Nofollow-Links sollten nicht unterschätzt werden. Sie spielen beispielsweise eine wichtige Rolle bei der Erhöhung der Markenbekanntheit und der Aufrechterhaltung einer natürlichen Vielfalt im Linkprofil. In manchen Fällen kann ein einziger Nofollow-Link von einer autoritativen Quelle wertvoller sein als ein Dutzend Dofollow-Links von weniger autoritativen Websites. Experten empfehlen ein ausgewogenes Linkprofil für eine Ressource mit etwa 601.300 Dofollow- und 401.300 Nofollow-Links. Diese Werte können jedoch je nach Größe, Entwicklungsdynamik und Strategie der Ressource, thematischem Schwerpunkt und anderen Parametern variieren. 
  2. Qualität steht an erster Stelle. Diese Regel gilt für alle Website-Betreiber, unabhängig von Ausrichtung oder Größe ihrer Website. Ein häufiger Fehler von unerfahrenen Webmastern und SEOs ist das Streben nach möglichst vielen Links. In den meisten Fällen führt dieser Ansatz jedoch nicht zu den gewünschten Ergebnissen und verlangsamt lediglich die Verbesserung des Suchmaschinenrankings. 
  3. Die Anzahl der Linkquellen erhöhen. Ein effektives Backlink-Profil sollte vielfältig sein. Es empfiehlt sich, Nofollow- und Dofollow-Links von verschiedenen Plattformen zu erhalten, darunter Blogbeiträge, soziale Medien, Online-Verzeichnisse, Branchenforen und mehr. Dadurch vergrößern Sie nicht nur Ihre Linkbasis, sondern auch Ihren potenziellen Kundenstamm. 

Für eine effektive Offpage-Website-Promotion-Kampagne ist ein ausgewogener Einsatz von Backlinks entscheidend. Ein gut platzierter Link in ansprechenden Inhalten auf einer seriösen Webseite kann maximale SEO-Vorteile und Leadgenerierung erzielen.   

Abschluss

Obwohl sich Nofollow- und Dofollow-Links konzeptionell unterscheiden, sind sie notwendig, um dieselben Ziele zu erreichen: die Steigerung der Website-Autorität, des Traffics und der Markenbekanntheit, was wiederum zu besseren Platzierungen in den Suchergebnissen führt. Beide Linktypen sind grundsätzlich nicht weniger effektiv. Für maximale Wirkung sollten sie kombiniert werden, um eine solide Linkbuilding-Strategie zu entwickeln. 

 
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    Daria Babyanskaya,
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